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Warum lehnt die BFA einen Zuschuß zum Swopper ab?


Autor Nachricht
Verfasst am: 05. 11. 2004 [19:50]
Anonymous
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2003
Beiträge: 501
Warum lehnt eigentlich die BFA bei Genehmigung eines orthopädischen Bürostuhl den Kauf eines Swoppers dennoch ab? Mein Nachbar hat so eine Bewilligung, aber die BFA sagt: KEINEN SWOPPER.

viele Grüße, ein Gästle
Verfasst am: 08. 11. 2004 [08:44]
skrietemeyer
Dabei seit: 15.05.2003
Beiträge: 682
Sehr geehrtes Gästle (oder besser Gäschtle?),

als erstes würde ich an Stelle Ihres Nachbarn einmal die BFA selber fragen, mit welcher Begründung sie den "swopper" in diesem Falle abgelehnt hat. Wir wissen, dass die BFA schon einige "swopper" zumindest mitfinanziert hat. So, wie es aussieht, hängt das zum einen wohl mit von der Indikation ab, die der Arzt stellt und zum anderen kommt es auch auf den einzelnen Sachbearbeiter an... . Hat Ihr Bekannter denn den "swopper" schon einmal getestet und ausprobiert, wie gut er ihm tut? Vielleicht hat es Sinn, mit dem zuständigen Sachbearbeiter zu reden? Falls nur Unkenntnis vorliegt, sind wir gerne bereit, demjenigen einen "swopper" zum persönlichen Kennenlernen 4 Wochen lang kostenlos zur Verfügung zu stellen (und selbstverständlich auch wieder abzuholen)!

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Krietemeyer
Verfasst am: 04. 01. 2005 [10:58]
Anonymous
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2003
Beiträge: 501
Guten Tag!
Mein Nachbar hatte den Swopper bereits probeweise zu Hause und war sehr zufrieden damit. Der BFA Sachbearbeiter lehnte diesen aber strikt an mit den Worten "keinen Swopper" und "es gäbe soviele andere Bürostühle, die alle Anforderungen der BFA an einen orthopädischen erfüllen" (Sitzneigeverstellung, synchron oder a-synchron schwingende Rückenlehne, Armstützen) dass er ausweichen musste auf ein anderes Fabrikat. Nun ja, er kann nun auch damit leben und ist sehr zufrieden.
viele Grüßle , Gästle
Verfasst am: 05. 01. 2005 [09:16]
skrietemeyer
Dabei seit: 15.05.2003
Beiträge: 682
Sehr geehrter Gast,

als die Eisenbahn erfunden wurde und mit ca. 60 km/h zum ersten Mal zwischen Nürnberg und Fürth verkehrte, haben die Menschen geglaubt, diese hohe Geschwindigkeit wäre schädlich für den Organismus...
Der "swopper" ist seiner Zeit voraus und wir alle haben damit zu kämpfen, dass überholte Lehrmeinungen und in der Vergangenheit zementierte Normen schwer zu überwinden sind. Wir von der Firma aeris und zahllose Orthopäden, Ärzte, Sportwissenschaftler, Therapeuten u.v.m. bemühen uns, Aufklärung zu betreiben und den Blick weg von den Korsetts der "Zivilisation" beim Sitzen (Armlehnen, Rückenstützen) hin zu den natürlichen Bewegungsmustern und mehr Freiheit beim Sitzen zu öffnen.
Ihr Nachbar hat am eigenen Leibe erfahren, dass der "swopper" die Freiheit und Gesundheit beim Sitzen fördert. Der Sachbearbeiter der BfA richtet sich nach alten Normen. Dafür muss man sicher Verständnis haben, auch wenn es Spielraum für eine andere Entscheidung gegeben hätte. Schließlich fordert auch das Arbeitsschutzgesetz, das ja viele Normen festschreibt, dass die neuesten Entwicklungen aus Wissenschaft und Technik zu berücksichtigen sind, wenn es um Verbesserungen für den Arbeitnehmer geht.
Bis es also soweit ist, dass das moderne Sitzen-in-Bewegung auch behördlich anerkannt ist, muss ein jeder für sich entscheiden, wie gesund er sitzen möchte und was ihm das wert ist. Die Freiheit, sich für einen "swopper" zu entscheiden, besteht. Und wir tun, was wir können.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Krietemeyer
Verfasst am: 29. 12. 2005 [08:43]
Anonymous
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2003
Beiträge: 501
Also, ich habe seit 4 Wochen das "Vergnügen" auf einem swopper zu sitzen und fühl mich dabei sauwohl. Ein geniales Gerät! Brav habe ich vom Orthopäden mein Attest zur 3-dimensionalen Therapie bekommen..Leider nur Absagen bezüglich einer Mitfinanzierungvon: Betriebskrankenkasse, Rentenverischerungsanstalt und der Berufsgenossenschaft...Swopper ist nicht von ihnen genehmigt. Also mir bleibt anscheinend auch nichts anderes übrig, als selbst in die Tasche zu greifen um mir meine Gesundheit zu erhalten. Werd ich auch tun, mit vollen Stunk auf unser tolles Gesundheitswesen, denn Tatsache ist:Wenn ich wider Schmerzen bekomme auf nem normalen Bürostuhl, dann koste ich mit Sicherheit der Allgemenheit mehr als der swopper!!!

Ich werd jetzt noch meinen Arbeitgeber fragen und vor allen Dinge Versicherungstechnische Dinge klären!

Viel Erfolg allen und hoffen wir, dass unsere Kinder es mal besser haben....

Gruß

Miriam
Verfasst am: 02. 01. 2006 [11:11]
skrietemeyer
Dabei seit: 15.05.2003
Beiträge: 682
Liebe Miriam,

es freut uns sehr, dass auch Sie sich auf dem "swopper" wohl fühlen und er Ihnen richtig gut tut. Es freut uns auch, dass Sie die Verantwortung für Ihre Gesundheit aktiv in die Hand nehmen. Gleichzeitig tut es uns leid, dass Sie Schmerzen im Portemonnaie akzeptieren müssen, um Schmerzen im Rücken zu vermeiden... icon_wink.gif

In Ihrer Argumentation haben Sie völlig Recht: Jetzt vorsorgen spart später tatsächlich Kosten - und auf der persönlichen Ebene natürlich Beschwerden, Umstände, Sorgen und Ungewissheit.

Wir drücken Ihnen tüchtig die Daumen, dass Sie einen weitsichtigen, fürsorglichen Arbeitgeber haben, der seine Verantwortung für die Mitarbeiter ernst nimmt. Das wäre schon in seinem eigenen Interesse vernünftig, weil ein swoppender Arbeitnehmer motivierter, fröhlicher und leistungsfähiger ist und die Wahrscheinlichkeit, dass er von der Büroseuche Rückenschmerzen befallen wird, deutlich geringer ist. Das spart Arbeitsausfalltage - Prävention rechnet sich!

In diesem Zusammenhang kurz zum Einsatz des "swoppers" am Arbeitsplatz:

- Das Unternehmen entscheidet, welche Arbeitsmittel es einsetzt (Selbstverantwortung)
- Die Berufsgenossenschaft macht dem Unternehmen keine Vorschriften, welche Arbeitsmittel eingesetzt werden sollen. (Neutralität, Chancengleichheit)
- Der "swopper" kann überall dort eingesetzt werden, wo das Unternehmen ihn einsetzen möchte. Die europäische Bildschirmrichtlinie verlangt lediglich die Möglichkeit, bei Bedarf einen herkömmlichen Stuhl alternativ nutzen zu können.
- Der "swopper" zählt wegen seiner spezifischen Zusatzfunktionen nicht zu den Pendelstühlen, die in einer inzwischen überholten Stellungnahme der Berufsgenossenschaftlichen Zentrale für Sicherheit und Gesundheit (BGZ) als Alternative zu herkömmlichen Büro-Arbeitsstühlen abgelehnt worden waren. Er ist also sehr wohl als Alternative geeignet. Die Neuauflage dieser Stellungnahme ist in Arbeit. (Dezember 2005)

Mit den besten Wünschen für ein gutes und vor allem rückengesundes Jahr 2006
Sabine Krietemeyer