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Konzentrationsfähigkeit

Was heißt Konzentration?

Der Begriff Konzentration stammt vom lateinischen Wort concentra (= zusammen zum Mittelpunkt) ab. In der Psychologie versteht man unter Konzentration die gewollte Fokussierung der Aufmerksamkeit auf ein Thema. Dieses Thema kann ein Ziel sein oder die Lösung einer Aufgabe. Je besser oder höher eine Konzentrationsfähigkeit ist, desto länger ist ein Mensch in der Lage, sich auf dieses Ziel zu fokussieren.

Woher kommt Konzentrationsschwäche?

Viele Faktoren haben Einfluss darauf, wie gut sich jemand konzentrieren kann. Die Konzentrationsspanne von Kindern ist häufig sehr viel geringer ist als die eines Erwachsenen. Sie reagieren schneller auf Störquellen und werden auch schneller müde.

Nichtsdestotrotz passiert es auch Erwachsenen immer wieder, dass sie unkonzentriert sind. Das kann viele Gründe haben, zum Beispiel Frustration, mangelnde Motivation, mehrere Aufgaben/Themen zu einem Zeitpunkt (= Überbelastung), Stress und Müdigkeit, psychische Probleme oder auch die falsche Einstellung zu einem Thema.

Kann man Konzentrationsfähigkeit lernen?

Konzentration kann man nicht erzwingen, aber man kann üben, die Aufmerksamkeit zu verbessern und Aufmerksamkeitsspannen zu verlängern. Es gibt eine Reihe von einfachen Tricks und Übungen, die jeder anwenden kann. Themen und Aufgaben lassen sich in kleine Schritte unterteilen, so erzielt man Teilerfolge, was motivierend ist. Man sollte sich nicht unter Druck setzen, sondern auch Fehler zulassen. Unter Umständen hilft es, eine Reihenfolge von Aufgaben zu ändern und vielleicht mit einem Thema beginnen, das leicht fällt. Um die Übersicht über Aufgaben zu behalten: notieren und abhaken. Zwischendurch drei Schritte gehen, auch mal den Blick schweifen lassen und vor allem ausreichend trinken, gesunde Ernährung und genügend Schlaf – das Gehirn braucht Flüssigkeit und Energie, um gut zu funktionieren.

Wer ernsthafte Konzentrationsprobleme hat, sollte ein professionelles Konzentrationstraining oder das Erlernen von autogenem Training in Betracht ziehen.

Externe Einflüsse auf die Konzentration

Am einfachsten ist es, externe Störquellen weitestgehend auszuschließen oder zu mindern. Dazu gehört das Einführen einer Systematik auf dem Schreibtisch, falls möglich feste Telefonzeiten, E-Mail-Zeiten oder Besuchszeiten, das Ausschließen von Lärm oder gegebenenfalls Austausch von Beleuchtung. Weitere entscheidende Faktoren sind ausreichend Pausen, Frischluft und nicht zuletzt ergonomische Büromöbel. Denn wer sich damit befassen muss, ob er am Schreibtisch oder am Arbeitsplatz richtig, bequem oder sogar schmerzfrei sitzt, kann sich nicht auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren.

Konzentration verbessern mit Bewegung

Es ist bekannt, dass Bewegung den Körper mit Sauerstoff versorgt. Im Rahmen einer Studie der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz wurde untersucht, inwieweit dynamisches Sitzen auf einem swopper von aeris Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit hat. Wie die Studie zeigt, fördert bewegtes Sitzen die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung in einem Maß, das die Gehirnaktivität und die Konzentrationsfähigkeit langfristig messbar steigert. Mit aktivem Sitzen lässt sich die Konzentrationsfähigkeit signifikant positiv beeinflussen.