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Expertenmeinungen:

Prof. Dr. Thomas Wessinghage

 

 

swopper - die beste Vorbeugung!

Auszug aus einem Interview des Fachmagazins T&E Sport und Medizin mit Prof. Dr. Thomas Wessinghage, 2004, heute Ärztlicher Direktor der Medical Park AG, Bad Wiessee und Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Das Interview führte Dr. med. Rudolf Ziegler.

T&E, Dr. Ziegler: 

Herr Kollege Wessinghage, millionenfach opponiert das geplagte Achsenskelett in Deutschland über z.T. massive Rückenschmerzen gegen die Vergewaltigung durch Bewegungsmangel und Fehlbelastung. Die Zeche zahlt dabei die Solidargemeinschaft und kein Ende ist in Sicht. Kommentieren Sie bitte diesen Sachverhalt aus Ihrer fachspezifischen Sicht.

Prof. Wessinghage:

Fakt ist, dass dieses von Ihnen aufgezeigte Dilemma mittlerweile das größte finanzielle Problem des Gesundheitsweisens in allen westlichen Industriestaaten darstellt. Etwa ein Drittel aller Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen werden heutzutage bereits wegen symptomatischem Bewegungsapparat ausgestellt, insbesondere HWS- und LWS-bezogen. Die Diskrepanz zwischen technologischer Grenzenlosigkeit und körperlicher Immobilität wird zunehmend größer, da muss unser auf Bewegung und Beanspruchung ausgerichteter Organismus ganz zwangsläufig kapitulieren und nur Schmerzen bereiten.

T&E, Dr. Ziegler: 

Wie überall wäre auch hier „vorbeugen besser als bohren"?

Prof. Wessinghage:

In der Tat. Meines Erachtens kommen wir beim Drama „kranker Rücken" präventiv nur weiter, wenn wir neue Wege gehen. Wir Ärzte müssen unsere Klientel bei ihrem Stolz packen, ihnen argumentativ belegen und vorleben, was an einem innovativen Arbeitsplatz „in" ist. Dazu würde ich beispielsweise ein Stehpult im Büro zählen oder ein entsprechendes Sitzgerät, das aktives Sitzen ermöglicht. Dies ist zeitgemäß, anachronistische ist der kuschelig-weiche Chefsessel. Immer wieder muss unüberhörbar die Message rüberkommen: „Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es."

T&E, Dr. Ziegler: 

Wie ich gesehen habe, arbeiten Sie in Ihrer 450-Betten-Reha-Klinik nach einem neuartigen Sitzkonzept, dem Aktivsitzen auf dem swopper. Wo sehen Sie die wesentlichen orthopädisch-medizinischen Vorteile dieser zum High-Tech-Sitzelement konvertierten ursprünglichen Pezzi-Ball-Idee?

Prof. Wessinghage:

Der swopper schwingt in der Vertikalen, er schwingt in der Horizontalen und er ermöglicht auch Aktivitäten in der Diagonalen. Entsprechend kann die Wirbelsäulenposition ständig aktiv verändert werden, was positive nutritive Akzente für den Nukleus setzt sowie gerade auch unter Alltagsbedingungen die paravertebrale und ventrale Muskulatur kräftigt.

T&E, Dr. Ziegler: 

Wirkt swoppen auch phlebologisch präventiv?

Prof. Wessinghage:

Ohne Zweifel, die aktivierte Wadenpumpe fördert gezielt den venösen Rückstrom aus den unteren Extremitäten, das starre Sitzen mit abgeknickten Knien gehört damit der Vergangenheit an und der Venenklappen-Insuffizienz wird effektiv vorgebeugt.