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Muskel-Waden-Pumpe

Was ist eine Muskel-Waden-Pumpe?

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich bei der Muskelwadenpumpe um eine Art Pumpe, die durch Muskelkraft betrieben wird. In unserem Körper befinden sich mehrere Muskelpumpen, die benötigt werden, um venöses Blut zum Herzen zurück zu transportieren bzw. zu pumpen. Die Muskelpumpe sorgt vor allem in den Beinen für den Antrieb des Blutkreislaufs in den Venen. Bei der Muskel-Waden-Pumpe handelt es sich entsprechend um die Muskelpumpe in der Wade.

Wie funktioniert eine Muskelpumpe?

Bei der Muskelpumpe handelt es sich um nichts anderes als die Unterstützung des Blutkreislaufs durch die Bewegung der Muskeln. Die großen Venen verlaufen tief in den Muskeln. Spannen wir unsere Muskeln an, werden die Venen zusammengedrückt, wodurch das Blut durch die Venen in Richtung Herz gepresst wird. Die so genannten Venenklappen sorgen dafür, dass das nach oben gepumpte Blut nicht wieder zurückfließt. Sie wirken ähnlich wie Ventile: fließt das Blut in Richtung Herz, öffnen sie sich. Entspannt sich die Muskulatur, schließen sie sich und verhindern den Rücklauf.

Die Bedeutung von Bewegung

Bei Bewegung wirkt der so genannte Muskelbauch (die Anschwellung eines Skelettmuskels zwischen Ursprung und Ansatz) wie eine Pumpe, denn durch den Druck des Muskels wird das Blut nach oben gepumpt. Ohne Bewegung jedoch würde in den Venen wenig bis nichts passieren, denn jede Muskelbewegung übt auf die Venen abwechselnd einen Druck oder einen Sog aus. Würde die Kraft – ob Druckwirkung oder Sogwirkung – auf die Venen fehlen, müsste das Herz Schwerstarbeit leisten und sowohl das arterielle Blut als auch das venöse Blut durch den gesamten Körper pumpen.

Mit anderen Worten: Eine Muskelpumpe arbeitet nur richtig, wenn sie durch Bewegung aktiviert wird. Deshalb ist es wichtig, immer wieder Beine und Füße zu bewegen. Selbst wer nachweislich eine Venenschwäche hat, kann eine Erkrankung hinauszögern wenn nicht sogar verhindern.

Welche Bewegung ist gut für die Muskelpumpe?

An und für sich ist jede Bewegung der Beine und Füße gut um die Muskelpumpe zu aktivieren. Das heißt also Laufen, Radfahren, Schwimmen, Spazierengehen oder Walken. Wer viel im Sitzen arbeitet, sollte versuchen, zwischendurch immer mal aufzustehen und statt den Lift zu benutzen einfach mal die Treppe nehmen. Selbst im Sitzen kann man noch für moderate Bewegung sorgen – vorausgesetzt man sitzt auf einen ergonomischen Stuhl, der Bewegung zulässt wie zum Beispiel der swopper von aeris.

Muskelpumpe und Krampfadern

Wenn nun die Elastizität der Gefäßwände nachlässt oder die Venenklappen beschädigt sind, kann das Blut nicht mehr richtig aus den Venen abfließen und das Blut staut sich zurück. Auf Dauer überdehnt das die Gefäßwände und sie sacken aus. Dabei entstehen Krampfadern. Nicht jeder Mensch bekommt Krampfadern, aber Bindegewebsschwächen aufgrund von Vererbung oder auch durch hormonelle Umstellungen zum Beispiel in der Schwangerschaft können die Entstehung von Krampfadern begünstigen.

Insbesondere Bewegung, die die Wadenmuskulatur anregt, unterstützt die Muskel-Waden-Pumpe und kann damit der Bildung von Krampfadern entgegenwirken. Außerdem kann das Tragen von Stützstrümpfen oder Kompressionsstrümpfen die Beinvenen zusammendrücken und deren natürliche Rückstromfunktion unterstützen.