Zum Inhalt springen

 

 

 

Expertenmeinungen:

Dr. med. Bernd Reinhardt über den swopper

 

 

Lesen Sie hier seine Bewertung des aktivdynamischen Sitzelements (ADS)* swopper.

 

Dr. Bernd Reinhard ist Orthopäde, Sportmediziner, Badearzt und Chirotherapeut in Bad Aibling und im Vorsitz des Bundesverbandes der Deutschen Rückenschulen (BdR) e.V.

Das aktivdynamische Sitzelement (ADS) dient der Prävention und Therapie von Rückenschmerzen. Seine Aufgabe besteht darin, "aktivdynamisch" zu sitzen und dadurch mehr Bewegung für den Rücken und den übrigen Körper im Büroalltag zu bringen. Die Büromöbelindustrie, die dynamisches Sitzen propagiert, versteht darunter im Wesentlichen die Beweglichkeit der, dem Rücken dynamisch folgenden, Rückenlehne. Diese "Dynamik" ist für die gesunde Erhaltung der Wirbelsäule nicht ausreichend, denn Bandscheiben und Wirbelgelenke, Bänder und Muskeln und auch das Nervensystem benötigen für ihre Existenz eine ständige und vielfältige Beanspruchung. Der Wechsel vom "starren" Sitzen hin zum "dynamischen" Sitzen wird dadurch erreicht, dass das ADS: in der Vertikalen schwingend und in der Horizontalen labil gelagert ist.

Beim aktivdynamischen Sitzen wird praktisch das Sitzen auf einem Ball nachvollziehbar und umsetzbar. Durch diese mobilen Eigenschaften des Sitzgerätes wird medizinisch gesehen fortwährend folgender Effekt erreicht:

  • Die Bandscheiben (zumeist 23!) werden durch vertikale Be- und Entlastung trainiert, das Sitzen im Körperlot bei labiler muskulärer Balance des Beckens garantiert die physiologische Wirbelsäulenform, die Doppel-S-Form. In dieser Doppel-S-Form werden die Bandscheiben mit wandernder Druckbelastung flächig belastet und nicht einseitig, wie z.B. beim Sitzen mit rundem Rücken.
  • Die Rückenmuskulatur wird sich beim Sitzen auf dem ADS („swopper“) fortwährend an- und entspannen können. Dies hat den Vorteil, dass dynamisch arbeitende Muskeln weniger schnell ermüden, besser durchblutet und besser entschlackt werden. Im Gegensatz dazu verursacht das statische Sitzen – wenn auch in aufrechter Haltung – eine vorzeitige Ermüdung der Haltemuskulatur. Auch die nervöse Steuerung wird auf diese Weise "am Leben" erhalten, denn beim bewegungsarmen Sitzverhalten werden die neuromuskulären Reflexaktivitäten versiegen.

Das Sitzen auf dem ADS („swopper“) kann für den gesamten Bewegungsapparat nur von Vorteil sein, denn hierdurch wird nicht nur die Wirbelsäule selbst mit ihren haltenden, tragenden und bewegenden Strukturen trainiert, sondern die Gelenke, Hüftgelenke, Kniegelenke, Sprunggelenke haben gleichzeitig zumindest die Möglichkeit sich bewegen zu können. Bewegung ist der natürliche Erhaltungsreiz für die Gelenke! Es ist damit zu rechnen, dass der untrainierte Benutzer, wenn er ohne Lehne sitzt, die Beanspruchung und die Belastung der eigenen Muskulatur anfänglich spürt, dass sich aber nach einer gewissen Zeit ein Trainingseffekt einstellt. Es ist anzuraten mit einer ein- bis zweistündigen Übungsphase sich an den Stuhl "zu gewöhnen". Die Nutzungsdauer sollte dann in den darauffolgenden 4 bis 6 Wochen auf ein mehrstündiges Sitzen ausgedehnt werden.

Das Aktivdynamische Sitzelement („swopper“) ist ein Beitrag zur Verwirklichung der Bürodynamik "Mensch und Büro in Bewegung" und verspricht einen beachtlichen Beitrag zur Rückengesundheit im Büro zu erbringen.

 

* ADS (Aktiv-Dynamisches-Sitzelement) war der Arbeitstitel des „swopper“ in der Entwicklungsphase.