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Home Office

Was ist ein Home Office?

Was früher ganz langweilig Heimarbeit genannt wurde, heißt auf Neudeutsch nun Home Office und bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass man von zuhause aus arbeitet. Je nach Beruf und Arbeitgeber kann diese Arbeit zuhause unterschiedlich umfangreich gestaltet sein.

Früher war Heimarbeit zum Beispiel, dass die Frauen zuhause Strick- und Näharbeiten im Auftrag anderer erledigten. Auch wurden Bügelarbeiten für andere übernommen. Dass ein Mann mit einem Bürojob seine Arbeit mit nach Hause nimmt und zum Beispiel den Mittwoch als Home Office-Tag deklariert, wäre vor 50 Jahren undenkbar gewesen.

Heute bieten viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern an, einen Teil der Aufgaben von Zuhause aus zu erledigen, was insbesondere auch Familien mit Kindern, bei denen beide Elternteile arbeiten, sehr entgegenkommt. Natürlich geht das nur, wenn Chef und Kollegen dies mittragen und wenn bestimmte Regeln bezüglich Arbeitszeit und Erreichbarkeit eingehalten werden. Viele Arbeitnehmer lassen die Möglichkeiten von Home Office im Arbeitsvertrag mitaufnehmen.

Zahlreiche Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass die Produktivität ihrer Mitarbeiter durchaus steigt, wenn sie von zuhause aus arbeiten können und sehen dies als Chance, sich als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.

Wie funktioniert das Home Office?

Tatsächlich funktioniert Home Office nicht in jedem Fall. Es gibt aber Jobs, bei denen die Einrichtung eines Heimarbeitsplatzes nicht nur seitens der Mitarbeiter sondern sogar seitens der Arbeitgeber erwünscht sein kann. Damit das für alle Seiten gut funktioniert, gilt einiges zu beachten.

An vorderster Stelle muss ein Arbeitsvertrag darauf geprüft werden, wer im Versicherungsfalle haftet. Denn ein Unfall während der Arbeit oder am Arbeitsplatz muss entsprechend definiert werden. Unabhängig von solchen Dingen, muss ein Arbeitgeber deutlich kommunizieren, welche Ergebnisse er vom Mitarbeiter im Home Office erwartet. Wichtige Parameter sind hier Erreichbarkeit, Quantität oder Qualität der Arbeit, Flexibilität, Aufgabenbereiche, Deadlines und Teamwork.

Es gilt außerdem zu klären, inwieweit ein Heimarbeitsplatz mit dem des Unternehmens verbunden sein kann durch Internet und Telefon. Ein großes Augenmerk liegt dabei auf dem Thema Datenschutz, damit die Mitarbeiter im Home Office auch vertrauliche Dokumente empfangen und bearbeiten können. Zudem muss durch eine einheitliche Hardware sichergestellt werden, dass das Home Office die gleiche Leistungsstärke wie ein normales Büro hat. In der Regel übernehmen die Arbeitgeber die Anschaffung und Einrichtung der nötigen Hard- und Software.

Wichtig ist, dass ein Home Office nicht bedeutet, 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche verfügbar zu sein. Freizeit ist Freizeit – auch bei abhängig Beschäftigten. Der Arbeitgeber muss dies gewährleisten. Der Arbeitnehmer sollte selbst aber auch darauf bestehen und darauf achten.

Wer bezahlt das Home Office?

Ist das Arbeiten vom Home Office aus genehmigt und vereinbart, gehört die Arbeit zuhause zur Arbeitszeit und ist mit dem Gehalt abgegolten. Die Verantwortung für die Einrichtung eines Home Office jedoch obliegt in den meisten Fällen dem Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber stellt einen Computer sowie ein Telefon zur Verfügung, in manchen Fällen sogar eine separate Telefonleitung. Die Anschaffung von Büromöbeln obliegt jedoch meist dem Arbeitnehmer.

In vielen Fällen lohnt es sich für den Arbeitnehmer, ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen und zu investieren. So sollte darauf geachtet werden, dass das Home Office mit einigen „Bewegungsverführern“ auswartet, zum Beispiel einem active office, dass aus Büros Bewegungsräume macht und Aktiv-Sitzmöbeln wie dem swopper von aeris, der ein starres und damit ungesundes Sitzen unmöglich macht. Darüber hinaus lassen sich bestimmte Investitionen – und dazu gehört auch der ergonomische Bürostuhl – von der Steuer absetzen.