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Atmung

Wie funktioniert Atmung?

Ob nun durch die Nase oder durch den Mund, ohne Atmung und ohne den Sauerstoff, den wir dabei aufnehmen, könnten wir nicht überleben. Atmung besteht aber aus mehr als das Ein- und Ausatmen, welches wir je nach Situation mehr oder weniger bewusst wahrnehmen.

Pro Minute atmen wir ungefähr sechs Liter Luft ein und wieder aus. Diese Luft fließt an Kehlkopf und Stimmbändern vorbei über die Luftröhre in die Lunge, wo in den Bronchien und Alveolen (Lungenbläschen) der lebensnotwendige Gasaustausch stattfindet. Der Sauerstoff, der mit der Luft in die Lungen gelangt, wird vom Blut aufgenommen. Im Gegenzug geben wir beim Ausatmen das im Körper produzierte Kohlendioxid wieder ab. Insgesamt werden so pro Tag 500 Liter Sauerstoff über das Blut zu den Zellen befördert.

Atmen ist eine ausgefeilte Zusammenarbeit zwischen ganz unterschiedlichen Muskeln und Muskelgruppen. Durch Anspannung sorgt unser wichtigster Atemmuskel, das Zwerchfell, gemeinsam mit der Zwischenrippenmuskulatur dafür, dass der Brustkorb sich heben kann. So bekommt die Lunge ausreichend Platz, sich nach oben und vorne zu dehnen. Zeitgleich zieht sich – bei richtiger, so genannter Bauchatmung – das Zwerchfell zusammen und macht zusätzlich noch mal unten Platz für die Lunge. Sobald sich die Atemmuskulatur wieder entspannt, kann die verbrauchte Luft entspannt ausgeatmet werden.

Äußere Atmung, innere Atmung?

In der Biologie unterscheidet man zwischen äußerer und innerer Atmung. Dabei bezeichnet die äußere Atmung den Vorgang, der bei der Lungenatmung stattfindet, also der Gasaustausch. Die äußere Atmung ist übrigens nicht nur für Menschen spezifisch, sondern für alle Säugtiere, Fische (über die Kiemen) und Insekten (über die Tracheen). Die innere Atmung beschreibt den biochemischen Prozess der Zellatmung oder auch die Aufnahme des Sauerstoffs im Blut durch die Zellen sowie die Abgabe durch die Zellen von Kohlendioxid an das Blut.

Wie atmet man richtig?

Als eine der wichtigsten Körperfunktionen wird Atmung vom Stammhirn und vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Deshalb ist richtige Atmung wie ein Reflex und geschieht an und für sich völlig entspannt. Wer angespannt ist, tut sich mit dem Atmen schwerer. Haben Sie schon einmal versucht, auf Ihre Atmung zu achten? Ist man angespannt, verkrampft oder gestresst, stellt sich gerne ein Gefühl von Atemnot ein. Man „atmet flach, das Zwerchfell kann sich nicht ausdehnen, die eingeatmete Luft bleibt oben und der Körper wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Das nennt man auch Hochatmung. Die Folgen von dieser falschen Atmung sind Müdigkeit und Konzentrationsmangel und sogar auch Verdauungsprobleme. Ist man entspannt oder müde, atmet man unbewusst und vor allem tief in den Bauch ein. Das ist die Tiefenatmung.

Richtige Atmung kann man lernen. In manchen Fällen kann zur Vorbeugung oder zum Heilen von Krankheiten eine Atemtherapie Sinn machen. In Einzelfällen werden diese Therapien auch von Krankenkassen übernommen.

Warum ist die Körperhaltung wichtig für die Atmung?

Wer falsch und gebeugt im Stuhl hängt, belastet nicht nur die Wirbelsäule, sondern klemmt auch Zwerchfell und Bauchmuskulatur ein. Das verhindert entspanntes und freies Atmen. Schlimmstenfalls hat das nicht nur Rückenleiden zur Folge, es werden auch die Atemwege unnötig belastet..

Gleiches gilt für Muskelverspannungen und Stress am Arbeitsplatz: es kann einem schon mal die Luft wegbleiben. Hier hilft die richtige Sitzposition: man setzt sich gerade auf einen Stuhl mit den Händen locker auf den Oberschenkeln. Sitzt man gut, senkt man das Kinn soweit zur Brust, bis man im Nacken eine Dehnung spürt. Dabei atmet man langsam und tief durch den Bauch ein- und aus. Vorbeugend hilft es natürlich, wenn man auch im Büro einen Stuhl verwendet, der eine gerade, entspannte Haltung fördert, wie die Bürostühle swopper, muvman oder 3Dee von aeris.