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Fehlhaltungen

Im Alltag fallen Fehlhaltungen zunächst unter „Schönheitsaspekten“ auf. Tatsächlich aber haben Fehlhaltungen weitreichende gesundheitliche Ursachen und auch Konsequenzen. 

In der Ergonomie spricht man von Fehlhaltungen, wenn durch eine ungünstige Körperhaltung bei der Arbeit (z.B. durch zu langes, starres Sitzen oder Stehen) Verspannungen und oder Muskelschmerzen entstehen.

Orthopädisch gesehen ist eine Fehlhaltung quasi die Vorstufe zu Haltungsfehlern oder Haltungsschäden, wie Hohlkreuz, Rundrücken oder auch Skoliose.

Die Ursache von Fehlhaltungen

Fehlhaltungen sind fast immer die Folge von chronischen Muskelverspannungen. Diese entstehen oftmals dadurch, dass das Zusammenspiel der Muskeln (Antagonisten und Protagonisten) nicht stimmt.

Deshalb kann ein Mensch zwar vom Sport einen stark trainierten Rücken haben – wenn die Bauchmuskulatur aber nicht im Gleichgewicht ist, kann es trotzdem zu Rückenproblemen durch Verspannungen kommen. Die einfache Formel: „mehr Muskulatur = keine Fehlhaltungen“ greift deswegen nicht.

Geraten die Muskeln erstmal in ein Ungleichgewicht, sind sie unter Dauerspannung. Das wird spürbar und ist anstrengend. Man neigt dazu, eine Schonhaltung einzunehmen – und verschlimmert das Problem sogar.

Fehlhaltungen und Muskelverspannungen sind also nicht schlechte Angewohnheiten, die man eben mal ablegen kann, sondern die Folge primär von Umgebungsfaktoren, wie falschen Arbeitsplatzhöhen, Dauersitzen, Dauerstehen, monotonen Bewegungen etc.

 

Die Vermeidung von Fehlhaltungen im Büro

Eine natürliche, entspannte und aufrechte Haltung ist nicht nur unter ästhetischen Gesichtspunkten wünschenswert, sondern auch, um Verspannungen und Schmerzen zu vermeiden. Wie aber kann man diese Fehlhaltungen im Büro vermeiden – dort, wo wir 9-10 Stunden täglich überwiegend an starren Arbeitsplätzen sitzen oder stehen?

Wichtig ist zunächst zu verstehen, dass es nicht darum geht, eine „ergonomisch perfekte Körperhaltung“ möglichst lange einzunehmen – sondern dass es, insbesondere für die Rückenmuskulatur, besser ist, die Bewegungen zu variieren.

Quelle Wiki: So konnten die Rückenprobleme der Waldarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten, die mit der Motorsäge (= wenigstens 10 kg) in der ergonomisch richtigen Haltung 6 Stunden täglich bei der Holzernte arbeiten mussten, hoch signifikant reduziert werden, wenn sie die Bewegungsführung variierten (auch in ergonomisch weniger zweckmäßige Formen) und zusätzlich ein von Arnd Krüger und Andree Niklas entwickeltes Core-Training-Programm der Rückenmuskulatur absolvierten. Das Programm wird von der AOK Niedersachsen und der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover gefördert. Das Programm wurde mit dem Personalmanagement-Award 2011 für Demografiemanagement und 2012 mit dem Human Resources Award für innovatives betriebliches Gesundheitsmanagement des Deutschen Verbandes für Gesundheitssport und Sporttherapie im Rahmen des Fraunhofer Innovationsforums ausgezeichnet.[2] Ähnlich hat sich die Lehrmeinung im Hinblick auf Büroarbeit gewandelt, bei der ebenfalls Bewegung als vorteilhafter gegenüber dem Verharren in einer optimalen Haltung gilt.[3]

Wichtig, um Fehlhaltungen vorzubeugen, ist daher ein Arbeitsplatz, der Sitzen und Stehen in Bewegung erlaubt, möglich macht und am besten sogar fordert und fördert. Am einfachsten geht das mit einem Aktiv-Sitz wie dem swopper, dem 3Dee oder dem muvman von aeris.

Die Aktiv-Stühle ermöglichen aufgrund ihrer spezifischen 3D-Technologie viel Bewegung in drei Dimensionen: nach vorne und hinten, zur Seite und nach oben und unten. Diese Art der Bewegung entspricht dem natürlichen Bewegungsdrang des Menschen: spontan, intuitiv, in jeder Richtung frei und selbstorganisiert, mit ständigen Haltungswechseln. Dadurch wird ganz nebenbei mehr Bewegung in den Alltag integriert.

Einfach gesagt – bei einer 40-Stunden-Woche im Büro wird ein aeris Aktiv-Sitz den Mitarbeitern dabei helfen, eine 40-Stunden-Woche in Bewegung zu haben. Das aktiviert die Muskulatur und kräftigt den Rücken.

Zudem sorgen das 3D-Bewegungselement im Fußgelenk der Aktiv-Stühle und der Verzicht auf Armlehnen für eine optimale Haltung zur Arbeitsfläche. Niemand muss sich mehr „krumm“ machen, um den Abstand zwischen Stuhl und Schreibtischfläche zu überwinden. Der Rücken bleibt gerade, Fehlhaltungen wird somit vorgebeugt.