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Bezuschussung

Bürostühle mit der innovativen 3D-Bewegungstechnologie von aeris animieren zu deutlich mehr gesunder Bewegung als klassische Bürostühle. Sie sind besonders rückenfreundlich und fördern eine gute Haltung sowie geistige Wachheit und Konzentration. Doch der "normale Bürostuhl", der oft noch die Standard-Ausstattung in Büros ist, sieht häufig weniger innovativ aus.

Wer aus gesundheitlichen Gründen im Büro rückenfreundlich sitzen will oder muss und deshalb einen swopper oder 3Dee nutzen möchte, kann sich auf verschiedene Arten dafür einsetzen: über den Arbeitgeber, selber kaufen - in Absprache mit dem Arbeitgeber - oder man kann sich für eine Bezuschussung an seine Krankenkasse oder an die Rentenversicherung wenden.

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema noch einmal zusammengefasst (Zertifikate etc. siehe auch www.aeris.de/service/zuschuesse/):

Wer trägt die Kosten für einen sogenannten orthopädischen Stuhl?

Im Idealfall sorgt der Arbeitgeber für die ergonomische, rückengesunde Ausstattung des Arbeitsplatzes. Braucht man z.B. einen Bürostuhl, der anderen Anforderungen entsprechen muss als der zur Verfügung gestellte, kann man - nach Absprache mit dem Arbeitgeber - einen eigenen Stuhl mit an den Arbeitsplatz bringen. Oder Sie stellen einen Antrag auf Bezuschussung. Dafür sind primär die Deutsche Rentenversicherung, gelegentlich auch Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, das Integrationsamt (für Studenten) oder auch das Arbeitsamt zuständig.

In Deutschland gilt der Grundsatz "Reha vor Rente", der besagt, dass die Möglichkeiten einer medizinischen oder beruflichen Rehabilitation ausgeschöpft werden sollen, um die Arbeitskraft wieder herzustellen. Die Deutsche Rentenversicherung schreibt dazu: "Angesichts schwieriger Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und bei knappen finanziellen Ressourcen ist dabei eine flexible, auf die individuellen Anforderungen der Rehabilitanden zugeschnittene Ausgestaltung der Leistungen ebenso wichtig wie eine gezielte Mittelverwendung." Der Antrag sollte in jedem Fall möglichst gut vorbereitet und begründet werden.

Bezuschussung
Bildrechte: fotolia.com

Welche Voraussetzung brauche ich, um den Antrag stellen zu können?

Bei der Deutschen Rentenversicherung müssen Sie mindestens 15 Jahre rentenversichert sein (dazu zählen auch Zeiten der Kinderbetreuung oder der Bezug von Kranken- oder Arbeitslosengeld) oder bei Ihnen ist die Arbeitshilfe notwendig, um Ihre Arbeitskraft zu erhalten.

Bei der Berufsgenossenschaft können Sie den Antrag nach einem Arbeits- und Wegeunfall stellen.

Bei Arbeitsagenturen: Hier wird Ihr Anspruch auch bei weniger als 15 Beitragsjahren geprüft und ggf. in Zusammenarbeit mit der Krankenkasse und der deutschen Rentenversicherung entschieden.

 

Welche Schritte muss ich beachten?

1.)    Antrag besorgen (beim Rentenversicherungsträger oder über www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

2.)    Ärztliches Attest oder Entlassungsbericht aus der Reha bereithalten: Daraus sollte hervorgehen, dass Sie Ihren Beruf nur unter Verwendung eines entsprechenden Arbeitshilfsmittels ausüben können, idealerweise eines „dreidimensional beweglichen, federnden Stuhls, der sich den Bewegungen des Körpers anpassen kann“.

3.)    Stellen- oder Tätigkeitsbeschreibung erstellen: möglichst detailliert, damit der Bedarf gut nachvollziehbar ist.

4.)    Angebot (Kostenvoranschlag) bei einem qualifizierten Fachhändler einholen. Wichtig: Den swopper oder 3Dee erst kaufen, wenn der Antrag bewilligt wurde! Andernfalls erlischt der Anspruch.

Alle Unterlagen bei der Rentenversicherung einreichen, die Ihnen auch Ihre Renteninformationen zusendet und dann auf Antwort warten. Jetzt ist Geduld gefragt, denn die Antwort kann einige Monate auf sich warten lassen.

Was sollte ich mir vom Arzt bescheinigen lassen?

Neben dem ausführlich dokumentierten medizinischen Bericht ist es gut, wenn der Arzt sehr spezifisch einen dreidimensional beweglichen Bürostuhl zur Therapie verschreibt. Je genauer die Angaben, desto übersichtlicher und nachvollziehbarer ist der Antrag für den Sachbearbeiter.

Wenn der Bescheid kommt

Bei einer positiven Antwort kaufen Sie den swopper und reichen die Rechnung bei der BfA ein, die dann die Kosten bis zum Maximalbetrag (max. 435 Euro für einen orthopädischen Bürostuhl) erstattet. Damit geht der swopper in Ihr Eigentum über und Sie können ihn auch bei einem Firmenwechsel mitnehmen. Trägt der Arbeitgeber einen Teil der Kosten, müssen Sie sich bei einem Wechsel mit ihm einigen.

Negative Bescheide werden häufig damit begründet, dass der swopper nicht den Sicherheitsvorschriften oder den DIN-Normen für Bürostühle entspräche. Sollte dies der Fall sein, sollten Sie Widerspruch einlegen. Argumente dafür finden Sie hier.

 

Muss mir mein Arbeitgeber einen ergonomischen Stuhl kaufen?

Nein. Der Arbeitgeber entscheidet über die Ausstattung des Arbeitsplatzes. Aber ein Gespräch darüber kann sich lohnen. Die Erfahrung zeigt, dass viele Arbeitgeber im Rahmen ihrer Verantwortung für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und durch die wachsende Bedeutung von aktivem Gesundheitsmanagement in den Betrieben bereit sind, in die Ergonomie am Arbeitsplatz zu investieren. Denn sie wissen, das steigert die Leistungsfähigkeit und Motivation ihrer Mitarbeiter und senkt den Krankenstand und die damit zusammenhängenden Kosten.

Hier zwei Zahlen, die überzeugen dürften: Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua) hat für das Jahr 2014 errechnet, dass ein Krankheitstag den Arbeitgeber im Schnitt 105,- Euro kostet. Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes machten 2014 fast ein Viertel aller Ausfälle aus!

(Quelle: http://www.baua.de/de/Informationen-fuer-die-Praxis/Statistiken/Arbeitsunfaehigkeit/pdf/Kosten-2014.pdf;jsessionid=F8B385C5FD70276162E3287254913EFC.1_cid343?__blob=publicationFile&v=4)

 

Was ist, wenn ich mir selber einen swopper oder einen 3Dee kaufe?

Dann können Sie die Kosten unter Umständen im Jahr des Kaufs von der Steuer absetzen. Mehr dazu unter diesem weiterführenden Link: http://www.aeris.de/service/zuschuesse/